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Eine clevere Kaumethode – „Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik“

25. Januar

Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik hat als Ziel die Schulung körpereigener Wahrnehmungen.

Es ist eine bewusste Kautechnik, bei der gelehrt wird, im Rahmen der täglichen Essensaktivität vermehrt im Zustand des aufmerksamen Kauens zu verweilen, bevor der Schluckvorgang beginnt. Jeder Bissen wird in der Mundhöhle mit neugieriger Aufmerksamkeit aufgenommen, von sämtlichen Mundorganen physiologisch verabeitet, um ihn bewusst nur in verflüssigtem Zustand für das Schlucken freizugeben. Der Körper profitiert maximal von der aufgenommenen Nahrung.

Diese Art zu Kauen ist heutzutage nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Die Prinzipien dieser Kautechnik:
1) Essgewohnheiten erstmal beibehalten doch jeden Bissen bewusst kauen.

2) Kautraining mit Hilfe von Kauübungen, um:

   – anfängliche bewußte Kauschwierigkeiten zu überbrücken,

   – aktive Kau – Aufmerksamkeit und -Präsenz zu erwerben,

   – schrittweise das Körperempfinden zu steigern, um die Verdauungsorgane zu entlasten

   – den Zugang zur inneren Stimme und Mitte  zu ebnen, 

   – persönliche Orientierung im Angebotsüberfluss von Lebensmittel zu erwerben,

   – vermehrt nur jene Nahrungsmittel zu verzehren, die dem Körper fehlen und die ihn energetisch aufbauen.

     – verschüttete Instinkte zu erwecken, welche eine stressfreie Essensumstellung unterstützen.

3) Ein Kautagebuch zu führen, um den Prozess wiederholend zu aktivieren. Sämtliche Kauaktivitäten, Gedanken, Emotionen werden festgehalten ( z.B. aus welchem Impuls heraus du gerade jetzt diese Speise ißt). Körperempfindungen, Gefühle, Eindrücke, Beobachtungen, Stolpersteine werden hier aufgezeichnet, um diesen Selbsterfahrungsweg bewusst nachvollziehen zu können. Individuelle Entwicklungen und Veränderungen sind so angenehm überschaubar.

4) Üben in einer Kaugruppe unter Anleitung eines Kauberaters.

Was bewirkt das?

        – das Üben in einer Gruppe trägt erheblich zur Steigerung der inneren emotionalen Sicherheit bei;

        – ein geschützter Raum wird aufgebaut,

       – sowie eine Atmosphäre der Akzeptanz, die animiert, erstmal mit aktuellen Kaugewohnheiten Freundschaft zu  schließen;

       – spezielle  Kauübungen werden ausgewählt, die Übungszeit wird abgesteckt,

      – der Alltagsstress wird abgebaut,

      – der Umlernprozess erfolgt leichter und ist tiefgreifender, wenn ein Berater begleitend zur Seite steht.

5) Gedankliche Wiederholung gelungener Kauaktivitäten.

Die physiologische Kauweise ersetzt das dominante Kaumuster viel schneller, wenn eine ideale Kauaktivität auch meditativ geübt wird. Das aktiviert und festigt neue Gehirnareale.

Die „entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik“ ist ein einfaches aber effizientes Werkzeug, mit deren Hilfe erworbenes Wissen in Praxiserfahrung umgewandelt wird.

 

 

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R.E.S.E.T.1- eine effiziente Methode, die in kürzester Zeit die Kaumuskulatur energetisch entspannt und das Kiefergelenk ausgleicht.

11. April

R.E.S.E.T.1=Rafferty Energie System zur Entlastung des TMG (Kiefergelenks) ist eine energetische Entspannungsmethode der Kiefermuskeln, die einfach anzuwenden ist. Aus diesem Grund wird sie weltweit unterrichtet und angewendet.

Philip Rafferty, ein Kinesiologe aus Tasmanien (Australien), hat diese Methode aus Kinergetics entwickelt und 1995 beschrieben .

 

Wir bieten sowohl Behandlungen als auch Ausbildungen an.

Durch vermehrten Stress der modernen Zeit und Umweltbelastung sind wir öfters gezwungen, uns durchs Leben “durchzubeissen” oder auf dem “Zahnfleisch zu kauen”. Dabei werden, meist unbewusst die Zahnreihen fest aufeinandergepresst und die Kaumuskeln maximal angespannt, so dass sie manchmal sichtbar unter der Gesichtshaut „tanzen“.

 

Aus welchem Grund werden gerade die Kaumuskeln übermäßig unbewusst belastet?

Der Körper reagiert auf Alltagssituationen und plötzlichen Reizen mit Reflexen.

Zu den schnellsten Körperreflexen, die unbewusst ablaufen zählt die Anspannung der Kiefermuskeln.

Untersuchungen zeigen, dass als Antwort auf einen plötzlichen, äusseren Reiz die Kaumuskeln sich als erstes verspannen, undzwar bereits nach 14 tausendstel Sekunden!

Erst danach verspannen sich die Augen- und Stirnmuskeln, nach 20 tausendstel Sekunden, gefolgt von den Nacken- und Schulternmuskeln und all den anderen Körpermuskeln.

 

Normalerweise entspannen sie sich nachher und kehren erneut zum “Grundtonus” zurück. Öfters erlauben uns permanenter Stress und psychische Belastung nicht, diese angenehme physiologische Situation zu erreichen. Da kann es möglich sein, dass die Muskeln die Spannung beibehalten und man vergisst, wie sich ein entspannter Kaumuskel anfühlt!

Als Zahnarzt habe ich beobachtet, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Patienten mit verspannten Kaumuskel die “bruxieren” (Zähne unbewusst zusammenbeissen) gewaltig gestiegen ist.

Diese Überbelastung beeinflusst nicht nur die Zähne und Zahnreihen, sondern sämtliche Strukturen im Kopf- Mund- Gesicht- und Halsbereich, sowie den übrigen Organismus.

Das Kiefergelenk ist auch davon betroffen. So kann z.B. eine Seitenabweichung der Kieferöffnung darauf hinweisen, daß die betreffenden Kaumuskeln verspannt sind, aber auch daß da ein Beckenschiefstand vorliegt.

 

Einige Konsequenzen verspannter Kaumuskeln:

 

Die Kiefergelenke werden einseitig-disharmonisch belastet, die Mundöffnung erfährt eine Seitenabweichung.

Diese unphysiologische Kieferöffnung, die über Faszien und Muskelzügen eine direkte Verbindung zum Becken hat, führt mit der Zeit auch zu Veränderungen der vernetzten Systeme.

Die beiden tiefen Kiefermuskeln Pterygoideus medialis und lateralis (innerer und seitlicher Flügelmuskel) die den Mund öffnen, schließen und nach vorne bewegen haben ihren Ursprung am os sphenoidale (Keilbein), einem Schädelknochen, in dem auch die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) liegt. Diese steuert das gesamte Drüsensystem des Körpers, wie z.B: das Wachstum, die Keimdrüsen, Milchproduktion, Wasserhaushalt, Immunsystem etc.

Sind die beiden Flügelmuskeln aus irgend einem Grund verkürzt, hat das einen direkten Einfluss auf die Hypophyse und auch auf die gesamte Knochenstruktur des Schädels. Über die Hirnhäute, sind diese mit dem gesamten Nervensystem  vernetzt.

 

Verspannte Muskeln verbrauchen permanent Energie, der harmonische Fluss wird dadurch gestört.

 

Erst bei meiner Cranio-Ausbildung ist mir der Sinn des Sprichwortes “kleine Ursache, grosse Wirkung” voll und ganz bewusst geworden. Diese Verbindungskaskade über den gesamten Körper könnte man endlos fortsetzen. Denn verspannte Kaumuskeln verraten sowohl unseren körperlichen, als auch unseren seelischen Zustand.

 

R.E.S.E.T. 1 trägt maßgeblich zur Entspannung der Kiefermuskulatur bei und kann auch jede andere aktive Methode der Behandlung von Kopf- Gesicht- Nacken- Hals- und Beckenmuskulatur ergänzen.

 

Wie geht der R.E.S.E.T.1- Behandler vor?

 

Eine große Anzahl der Körpermeridiane der TCM verlaufen in der Nähe des Kiefergelenkes (Magen, Dünndarm, Dreifacher Erwärmer, Gallenblase, Dickdarm).

Der Therapeut energetisiert, während  einer 45- Minütiger Sitzung, mit Hilfe von acht Kieferübungen die Muskulatur. Die Kiefermuskeln werden dabei entspannt und das Kiefergelenk effizient ausbalanciert. Erfahrungen zeigen, dass beim Energetisieren der Kaumuskeln auch der Psoas (Hüftmuskel) ausbalanciert wird. Dieses findet über die Energiebahnen des Körpers statt, der Nierenmeridian wird besonders gestärkt.

Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach der Art der Dysbalance: mindestens aber zwei sind notwendig. Begleitend wird empfohlen vermehrt Wasser zu trinken, um den Prozess zu unterstützen.

 Ausbildung

Die Interessenten können diese Methode auch in unseren Seminaren erlernen, um sich schnell und effizient bei Bedarf selbst helfen zu können.

 

Damit kann man auch Freunde und  Familienmitglieder problemlos balancieren. Die Methode spricht sowohl Körper als auch Seele an, da verspannte Kaumuskeln negative Emotionen speichern, wie Wut und Ärger, Scham.

Wir unterrichten in manchen unserer Seminaren und Workshops diese Methode zusammen mit Kautraining, da sich die Methoden harmonisch ergänzen. Das eigene Kaumuster wird bewusst wahrgenommen und bei Bedarf adaptiert.

Auch Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Gesundheitsberater, Heiler etc. sind eingeladen, diese effektive, energetische Methoden zu erlernen, als Ergänzung zu Ihrem Angebot.

Bei erfolgreicher Teilnahme wird das IAK-Zertifikat (Institut für Angewandte Kinesiologie) ausgestellt.

Bei welchen Beschwerden wirkt R.E.S.E.T. und Kautraining?

 

Eine positive Wirkung haben diese Methoden u. A. bei Kiefergelenksbeschwerden und bestimmten orthopädischen Problemen, Verspannung der Kaumuskeln sowie der Muskulatur im Kopf- Nackenbereich.

Patienten mit Bruxismus, S-Förmiger Mundöffnung mit Krepitation, bestimmten Fällen von Tinnitus, eingeschränkter Mundöffnung nach Zahnarztbesuchen, Schmerzen in der unteren Wirbelsäule, Schlafstörungen, Depressionen oder Verdauungsbeschwerden profitieren davon. Kinder profitieren auch davon, besonders wenn sie begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt wird.

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Wie bestimmte Lachyogaübungen gezielt zur Entspannung der Kau- und Gesichtsmuskulatur beitragen

09. Januar

Seit mehr als 14 Jahren praktiziere ich Lachyoga und das hat mir sehr gut getan. Als ich mich vor einigen Jahren einer Wirbelsäulen- Operation unterziehen musste, war ich glücklich zahlreiche Lachyoga- Übungen zu kennen, die mir aktiv halfen den Schmerzpegel gering zu halten, um meinen Optimismus und meine gute Laune nicht zu verlieren. Problemlos habe ich damals alles überstanden.

Als ich später mit Mobbing am Arbeitsplatz und als Folge dessen mit Depressionen zu kämpfen hatte, habe ich nach Möglichkeiten Ausschau gehalten, Lachyoga am Stück, über einen längeren Zeitraum zu praktizieren. Ich war mir sicher, dass eine „verlängerte, aber überschaubare Lachyoga- Situation“ hilfreich sein wird, umherschwirrende Gedanken zu zähmen um auch diese gesundheitliche Herausforderung zu meistern.

Deshalb habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zum zertifizierten Lachyoga- Lehrer (Certified Laughter Yoga Trainer) bei “ Dr. Kataria Shool of Laughter Yoga“ zu besuchen. Zwar hatte ich einige Zeit zuvor einen Wochenendkurs in Berlin  bei Dr. Madan Kataria, dem Arzt aus Indien der Lachyoga erfunden hatte besucht und danach einen Lachclub in Buch am Erlbach, wo ich als Zahnärztin arbeitete, gegründet.

Jetzt aber ergab sich die Möglichkeit, 5 Tage in „Lachenergie“ zu baden, unter der Leitung von Madhuri und Dr. Madan Kataria, was sich wirklich positiv auf meinen gesundheitlichen Zustand ausgewirkt hat.

Durch das erworbene Zertifikat erhielt ich auch die Berechtigung  Lachyoga – Clubleiter auszubilden.

Ab sofort bot sich auch die Möglichkeit an, gezielt auf meine Erfahrungen und Beobachtungen beim Lachen mit Lachyoga- Interessierten hinzuweisen.

Außerdem bin ich als Zahnärztin so auf die Betrachtung des Mundes fixiert, dass meine Blicke beim Lachen permanent in die eine Richtung „rutschen“. So fällt mir auch jetzt immer wieder auf, wie persönlich sich das Lachen, bei unterschiedlichen Menschen körperlich manifestiert: einige öffnen den Mund sperrangelweit, dass das “ zappelnde Zäpfchen“ zu sehen ist. Bei anderen ist der Unterkiefer wie festgeschraubt, sie öffnen beim Lachen kaum den Mund.

Andere wiederum erzählen am Ende der Lachyogaveranstaltung, dass sie so viel gelacht haben, dass der gesamte Mundbereich weh tut.Beide Hände ruhen dabei breitflächig auf den Wangen.

Über die zahlreichen Wirkungen von Lachen auf Körper und Seele im allgemeinen wurde viel geforscht und forschen die Gelotologen weiterhin.

Nirgends oder selten wird die heilende Wirkung vom herzhaften Lachen auf verspannte Kaumuskeln erwähnt, sowie auch auf 

Kiefergelenksproblematiken, Kopf- und Nackenschmerzen, Beckenschiefstand, Schlafstörungen etc. Durch das regelmäßige Praktizieren von Lachyoga werden all diese körperlichen Beschwerden positiv beeinflusst.  

Übersehen die Lachyoga- Spezialisten die natürliche, harmonisierende Wirkung des Lachens auf die Kau- und Gesichtsmuskulatur, so geht ein enormer Teil dessen heilender Wirkung verloren.

Und das wäre schade!

Denn es gibt zahlreiche Zeitgenossen, die unter Kiefergelenk- und Kaumuskel- Problemen leiden. Diese werden oft alleine gelassen, da wenige Zahnarztkollegen diese Zusatzqualifikation aufweisen.

 Deshalb praktizieren wir in unseren Gruppen bewusst auch Lachyoga- Übungen die darauf zielen, spielerisch die Kau- und auch die gesamte Gesichtsmuskulatur zu entspannen.

Dadurch wird die Lebensqualität zahlreicher Mitlachender gewaltig verbessert. Denn verkrampfte Kaumuskeln beherbergen zahlreiche unverarbeitete Emotionen, wie Wut, Angst, Schmerz, Scham. Unübersehbar tritt ein befreiendes seelisches Gleichgewicht öfter bei Lachyoga- Praktizierenden auf, nach der gezielten, bewussten Entspannung der Kaumuskulatur.

Übungen wie: „den Unterkiefer lockern“, „die Muskeln Masseter und Temporalis mit Lachenergie füllen“, “ das gebremste Lachen“ etc. sind einige Beispiele die erlauben, gezielt, bewusst und spielerisch die Kaumuskulatur zu entspannen.

In Berlin bieten wir regelmäßig Workshops und und Wochenend- Seminare an, die gerade diese Themen beleuchten.

Sie richten sich an:

– Interessenten, die nach einfachen, unterstützenden Methoden suchen, das Kiefergelenk in Gleichgewicht zu bringen, Kau- Gesichts- Nackenmuskeln zu entspannen, Kopfschmerzen abzubauen;

– Zeitgenossen, die eine harmonische Kauaktivität  erreichen möchten, z.B. vor einer Nahrungsumstellung, nach einer Fastenkur, bei  Gewichtskontroll- Management usw;

Lachyogalehrer, die ihr Lachyoga- Übungs- Repertoire erweitern und ergänzen möchten;

-an alle Lachyoga interessierten Menschen, die auch diese wirkungsvollen, vielversprechenden Lach- und Entspannungsübungen ausprobieren möchten;

– an Therapeuten, Ernährungsberater und an alle Interessenten, die eine effiziente Methode erlernen möchten, die in kürzester Zeit die Kaumuskulatur energetisch entspannt und das Kiefergelenk in harmonischer Balance bringt: RESET (Rafferty Energie System zur Entlastung des TGM-Kiefergelenks). Bei erfolgreicher Teilnahme am Wochenend- Seminar wird ein Zertifikat ausgestellt.

Entspannte Kiefermuskeln und Lachyoga gehören zusammen und sollten einfach unzertrennlich sein!

Sie sind alle herzlich eingeladen, dabei zu sein. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Rubrik Seminare und Workshops

 

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Einfluss der Kaumuskulatur auf den Cranio Sacral Rhythmus

30. November

Die Knochen des Schädels befinden sich in ständiger rhythmischer Bewegung.

An definierten Stellen im Gehirn (Plexus choroidei – Adergeflecht) wird kontinuierlich Gehirnflüssigkeit produziert und absorbiert.

Diese wird mit einer Frequenz von 6-12 Zyklen / Min. ausgeschüttet.

Die Flüssigkeit befindet sich in ständiger Bewegung, sie umhüllt das gesamte Gehirn, Rückenmark und Nerven.

Diese Bewegung wird Craniorhythmus genannt. Sie bewirkt eine rhythmischen Zusammenziehung und Ausdehnung von Cranium (Schädelknochen) Wirbelsäule und Sacrum (Kreuzbein).

Der Rhythmus kann am Körper genauso gespürt werden, wie der Herzschlag und die Atembewegung.

Ist diese Bewegung gestört so entsteht ein Stau, der harmonische Fluss der Gehirnflüssigkeit wird eingeengt oder blockiert.

Die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung im Gehirn und Rückenmark sind eingeschränkt, der Abtransport der Schlacken ist vermindert.

Als Folge davon verliert der Körper Kraft und Vitalität. Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen belasten die Lebensqualität.

Eine der Ursachen dieser Bewegungseinschränkung kann eben die ungenügende Nahrungszerkleinerung, das unphysiologische Kauen, als Folge dysbalancierter Kaumuskeln sein.

Wie genau wird dadurch das Cranio- sacrale- System beeinflusst?

Das Keilbein (os sphenoidale) hat eine zentrale Rolle bei der Bewegungsübertragung.

Mit den meisten Schädelknochen steht es in direkter Verbindung.

Das Keilbein ist derjenige Schädelknochen, der ein Teil der Schädelbasis bildet und die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) beherbergt. Diese steuert das gesamte Drüsensystem des Körpers  (wie z.B: das Wachstum, die Keimdrüsen, Milchproduktion, Wasserhaushalt, Immunsystem etc).

Am Keilbein befindet sich auch der Ursprung von Kaumuskeln, die den Mund öffnen, schließen und nach vorne bewegen  (innere und äußere Flügelmuskeln).

Sind diese verspannt (verkürzt) so steht das Keilbein nicht richtig, es kann zu einer Blockade kommen.

Direkte Folgen von verspannten (verkürzten) Kaumuskeln können u.a. sein:

– eine gestörte Aktivität der Hypophyse – wodurch die hormonelle Arbeit des Körpers massiv beeinflusst werden kann.

– durch die gelenkige Verbindung des Keilbeins mit den anderen Schädelknochen, werden diese genauso beeinflusst. Als Folge davon kann Cranio – Rhythmus gestört werden, die Versorgung des gesamten Körpers leidet darunter.

Das Keilbein bildet auch ein Teil der Orbita (Augenhöhle). Die Augen haben auch die Aufgabe, jede Disharmonie in der Körperstellung auszugleichen. Werden die Kaumuskeln entspannt und das Keilbein korrigiert, so führt das oft zu einer Verbesserung des Sehvermögens. Denn blockierte Muskeln oder Faszien übertragen ihre Blockaden auf den Knochen und schränken deren Beweglichkeit ein.

Deshalb ist es wichtig, die Kaumuskulatur in einem physiologischen Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung zu halten durch das erfolgreiche Praktizieren einer bewussten, aufmerksamen, vollständigen Kauaktivität.

Kauübungen,  wie wir sie  in unseren Seminaren und Workshops praktizieren, sind eine enorme Hilfe, um bewusst zu essen und entspannt zu kauen.

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Während meiner Weiterbildung in Cranio Sacral Therapie habe ich öfter meine Familie, Freunde und Bekannte behandelt.

Der Nachbar aus dem ersten Stock hatte schon längere Zeit Wirbelsäulenprobleme. Er war aber ein lebenslustiger Mensch und spielte, so oft sich eine Möglichkeit ergab, gerne Akkordeon. Meinen Söhnen hat er sogar angeboten, das Akkordeonspielen beizubringen, die haben aber dankend abgelehnt.

Eines Tages erschien er in der Mittagspause in der Zahnarztpraxis, einfach so, um “Guten Tag” zu   wünschen. Da teilte er mir mit, dass er nächste Woche einen Termin im Krankenhaus zur Halswirbelsäulen -Operation hatte, weil die Schmerzen jetzt Oberhand ergriffen hätten.

Ich war überrascht, denn er war kein Mensch, der sich dauernd beklagte. Zwar wusste ich von seiner Frau, dass er ab und zu Termine beim Orthopäden hatte, der ihm auch regelmäßig  Massagen verschrieb. Aber, dass die Krankheit so weit fortgeschritten war, das hatte sie nie erwähnt.

Da habe ich meinem Nachbarn kurzerhand angeboten, eine Cranio- Sitzung durchzuführen, um seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Von Beruf aus war er Feinmechaniker, so dass er gut nachvollziehen konnte, dass eine Blockade an einer Stelle im Körper, das gesamte System in Mitleidenschaft ziehen kann.

Die einzige Cranio -Sitzung, in der ich u.a. der Beweglichkeit des Keilbeins nachgespürt habe, dauerte 45 Minuten.

Nach einer Woche traf ich ihn erneut, so dass er mir mitteilen konnte, dass die Halswirbelsäulen-Operation gar nicht stattgefunden hatte. Bei der Aufnahme ins Krankenhaus erfolgte erneut eine eingehende Untersuchung. Da hat ihm der Arzt mitgeteilt: „Ihre Halswirbelsäule ist in Ordnung!“

Dann begann mein Nachbar herzhaft zu lachen:

„wissen Sie was der Arzt im Krankenhaus noch behauptet hat? Er sagte wortwörtlich: `Sie sind ein Simulant der heftige Schmerzen nur vorgetäuscht, um frühzeitig in Rente zu gehen!`

Dabei bin ich schon seit 3 Jahren Rentner!”

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Stressfrei kauen und genießen

18. August

Zahnschmerzen können öfter psychisch und nicht organisch bedingt sein. In solchen Fällen ist der Befund meistens unauffällig, die vorhandenen Zähne gesund, die Schleimhaut physiologisch also gut durchblutet.

Doch bei einer nicht geringen Anzahl dieser Patienten kann, als Folge von Stress eine verspannte Kaumuskulatur diagnostiziert werden, dass sie unbewusst versuchen, „die Zähne zusammenzubeißen“ oder sich durch unterschiedliche Probleme „durchzubeißen“.

Dann wird der Muskelschmerz oft auf die Zähne projiziert.

Um auf stressgeplagte Patienten besser eingehen zu können, habe ich eine Ausbildung in zahnärztlicher Hypnose absolviert.

„Jede Hypnose ist eigentlich eine Selbsthypnose, so sind persönliche Veränderungen während der Weiterbildung inhärent“. Und: „Die Problematiken, die Patienten ab sofort zur Behandlung mitbringen, werden sich grundlegend ändern!“ Das wurde uns zu Beginn der Weiterbildung prognostiziert.

Wie wahr diese Behauptung war, kann ich an einem Beispiel erörtern. Denn, ab dem Augenblick an dem ich die Ausbildung in Stuttgart begonnen habe, wurde ich mit neuen Situationen in der Praxis konfrontiert.
Stressgeplagte Patienten mit Myoarthropathien, Kiefergelenksbeschwerden, Zahnfleischerkrankungen sowie psychischen Problemen begannen sich vermehrt vorzustellen. Manche scheuten es nicht, einen langen Weg von bis zu 30 km in Kauf zu nehmen, nur um sich in unserer Praxis behandeln zu lassen.

So kam auch eine Frau P. (58 J.) zusammen mit ihrem Mann in unsere Praxis, um uns erstmal ihre gesamte Leidensgeschichte zu erzählen. Sie beschrieb präzise und mit Nachdruck ihre Odysse, die jetzt über fünf Jahre lang andauerte, und die sie von Zahnarzt zu Zahnarzt geführt hatte. Leider, erzählte sie weiter, war keine der von ihnen hergestellten Prothesen funktionstüchtig sondern wackelig, also zum Kauen, Sprechen und Wohlfühlen nicht geeignet. Öfters wird sie auch von heftigen Magenschmerzen geplagt, der Arzt konnte aber nichts Auffälliges diagnostizieren. Auch brannte der gesamte Mundraum seit dem Eingliedern des Zahnersatzes. Das Kauen damit war mühsam, der Speichelfluss vermehrt, die Patientin musste ständig schlucken.

Ihr Mann, der sie mit heftigem Kopfnicken während der gesamten Darbietung liebevoll unterstützte, holte aus einer Seitentasche seiner modern geschnittenen, braunen Lederjacke eine Plastiktüte hervor. Hier bewahrte er die Prothesen, mit denen seine unglückliche Frau nicht zurecht kam, auf.

“ Sie sind alle unbrauchbar!“ flüsterte er und machte eine grauenhafte Grimasse.

Körperliche und seelische Veränderungen im Leben, wie vorzeitiger Zahnverlust, familiäre Probleme sind Herausforderungen, die die betroffenen Patienten zwingen auf zahlreiche, liebgewonnene Routinen und Gewohnheiten zu verzichten. Sie müssen sich mit neuen Situationen so angenehm wie möglich arrangieren. Kommt Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz noch hinzu, wird das gesamte Befinden zusätzlich beeinträchtigt.

So kann der Weg zur vollständigen Akzeptanz einer prothetischen Versorgung durch den Körper bei manchen Patienten lang, spannend aber auch voller Leid und Tücken sein.

Die Meisten kommen nach einer bestimmten Gewöhnungsphase mit dem vom Zahnarzt eingegliederten „Fremdkörper“ zurecht.

Solche Patienten verfügen über genügend energetische Ressourcen um den Zahnersatz dann quasi als „körpereigenes Gebilde“ zu akzeptieren und als solches zu integrieren.

Die o.g. Patientin wurde erstmal zum Hausarzt überwiesen, um das Vorhandensein einer systemischen Erkrankung auszuschließen. Nach dem Ausschluss wurde eine ausführliche Anamnese durchgeführt. So hat sich u.a. herausgestellt, dass sie aus Kasachstan stammte, seit 10 Jahren mit ihrem Mann, dem Sohn, dessen Frau und zwei Enkelkinder zusammen in Deutschland lebte. Sie vermisste ihr liebes Haus und den großen Garten aus der alten Heimat, sowie ihre Tochter und Enkel, die in Kasachstan geblieben waren.

Sie wurde mit Hypnose behandelt. Mit dem Ziel, ihre biografische Erfahrung als kräftigende Ressource zu erarbeiten um ihren persönlichen Blick auf die gesamte Situation zu verändern. Die Prothese wurde dem aktuellen Befund angepasst. Mit homöopathischer Begleitbehandlung, unendlicher Geduld und der aktiven Unterstützung ihrer Familie hat Frau P. schließlich gelernt, den „Fremdkörper“ zu akzeptieren. Kauübungen unterstützten die Intergration, so konnte sie ihre Lieblingsspeisen erneut schmecken und genießen!

Bei speziellen, nicht alltäglichen Symptomatiken im Mundbereich, wie auch bei Kaumuskelbeschwerden, Geschmacksveränderungen nach Eingliederung von Kronen oder Brücken, Kau- und Verdauungsproblematiken, bei vermehrtem Stress u.s.w. sollte man einen Zahnarzt aufsuchen, der über weitgehende Erfahrungen mit entsprechenden Beschwerden verfügt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein absolutes Muss vor jeder Essensumstellung

05. Juli

Wir leben in Symbiose mit tausenden von Bakterien.

Bis zu sieben Kilogramm unseres Körpergewichtes verdanken wir den Mikroorganismen, die darin leben. Sie beeinflussen sowohl unser physisches als auch unser psychisches Wohlbefinden.

Ohne Bakterien kann keine vollständige Nährstoffaufnahme aus dem Essen stattfinden.

Die Zusammensetzung unserer Darmflora hängt in entscheidendem Maße von unseren Essgewohnheiten ab.

Untersuchungen zeigen, dass sich die Darmflora im Laufe der Zeit im Magen-Darm-Trakt kontinuierlich verändert.

 

Durch falsches Essen und Kauen kann die Harmonie zwischen nützlichen und krankheitserregenden Bakterien im Körper erheblich gestört werden.

 

Da will ich kurz erzählen  wie es mir ergangen ist, als ich meine Nahrung unvorbereitet und plötzlich auf vegetarisch umstellte.

Ich praktizierte schon seit einiger Zeit Kundalini -Yoga (nach Yogi Bhajan) bei einer sensiblen, kompetenten und liebevollen Yogalehrerin, die mir empfohlen hatte auf Fleischkonsum definitiv zu verzichten und mich vegetarisch zu ernähren, um Veränderungen im Körpergefühl leichter nachspüren zu können. Die Entscheidung damit zu beginnen habe ich aber immer auf „morgen“ verschoben. Nur ihren Rat mich auch als Yogalehrerin weiterzubilden, den habe ich sofort beherzigt.

Einige Wochenendseminare für diese Weiterbildung fanden in einem idyllisch- gelegenen Seminarhaus neben München statt, das exklusiv vegetarische Kost anbot. Wir kamen am Freitag nachmittag an, aßen gemeinsam zu Abend und blieben bis Sonntag Nachmittag dort.

Am Samstagmorgen begann sich mein Magen zu melden. Anfangs mit Drücken, einem Gluckern, dann ein Rumoren gefolgt von heftigem Durchfall.

Mein Wohlbefinden war beeinträchtigt, so dass ich die angenehme Atmosphäre im naturnahen Wochenendhaus nicht genießen konnte, sondern diese eher als belastend empfand. Schmerzen und Blähungen deuteten darauf hin, dass mein Körper auf eine kurzfristige Essensumstellung nicht vorbereitet war!

Der Arzt, den ich danach aufsuchte veranlasste eine Menge Untersuchungen. Ich war aber verunsichert, weil sich die Befunde im Normbereich befanden.

Nach eingehenden Recherchen bin ich zur Schlussfolgerung gelangt, dass meiner Darmflora jene Bakterien fehlten, die auf Verarbeitung von Vollwertkost spezialisiert waren. Denn in meinem Inneren hatte es so richtig gegärt, die vorhandenen Bakterien hatten Unmengen von Gasen produziert.

Bestimmt hatte ich zu viel auf einmal vom ballaststoffreichen Brot gegessen!

Sicher hatte ich auch nicht jeden Bissen genügend gekaut, um ihn reichlich mit Speichel zu vermengen. Die Speichelenzyme sind wichtige und unverzichtbare Helfer für die Verdauung, da sie schon in der Mundhöhle die Zuckerbestandteile aus dem Vollkornbrot verarbeiten, so dass der Magen-Darmtrakt entlastet wird.

Über ähnliche Erfahrungen berichteten auch manche meiner Patienten, die unvorbereitet ihr Essen umgestellt hatten.

Vor einer Essensumstellung ist es nicht nur angebracht sondern auch zwingend notwendig die Aufmerksamkeit auf die Nahrungszerkleinerung zu fokussieren.

Dafür sind folgende Fragen entscheidend:

Wie findet in Deiner Mundhöhle die Nahrungszerkleinerung statt?
– Sind Deine Mundorgane auf das Kauen exclusiv – vegetarischer Nahrung      vorbereitet?
– Ist Dein Kaumuster physiologisch?
– Kaust Du auf einer Art und Weise, dass Du Dich in den Rhythmus der Natur    einreihst?

Der Besuch eines Kaukurses oder einer Kaugruppe hilft Dir bestimmt, reibungslos die Essensumstellung zu meistern.

 

 

 

 

 

 

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Warum hat mir das vorher keiner ausdrücklich erklärt?

10. April

Eine häufig gestellte Frage seitens meiner Patienten lautete: „Kann ich zusätzlich zur regelmäßigen Zahnhygiene etwas für meine Mundgesundheit unternehmen?“

„Sie sollten vermehrt dem Kauen, der vollständigen Nahrungszerkleinerung in der Mundhöhle Ihre volle Aufmerksamkeit schenken!“

Diesen praktischen Vorschlag habe ich oft unterbreitet und darauf hingewiesen, dass die Kauarbeit, die restlose Zerkleinerung der Nahrung im Mundbereich, zu den wichtigen physiologischen Aktivitäten im Körper zählt.

Im Rahmen der tag-täglichen Nahrungsaufnahme wird das Kauen gründlich vernachlässigt.

Meiner Erfahrung nach wollen zahlreiche Zeitgenossen ihre Essgewohnheiten gar nicht verändern. Vorhanden bei jedem Menschen ist nach wie vor der Wunsch, dennoch was grundlegend- positives für Körper und Seele zu realisieren.

 

Unsere ganzheitlich-orientierte Zahnarztpraxis, die schwerpunktmäßig komplexere Krankheitsbilder holistisch betrachtete, unterstützte diesen Wunsch durch ausgiebige Aufklärungen auch auf dem Gebiet der Ernährungshygiene.

Ein sinnvolles Umstimmungsmittel sowohl für den strapazierten Körper als auch für die Seele ist das aufmerksame, aktive Kauen jeder Nahrung.

„Diese aktive Mitarbeit zur Gesundung und Gesund- Erhaltung von Körper und Seele können Sie ohne Zeit – und Kraftaufwand ab heute täglich leisten“, kläre ich weiter meine Patienten auf. „Sie würden nie auf die Idee kommen, auf die tägliche Mundhygiene zu verzichten und das Zähneputzen zu vernachlässigen. Das vollständige, aufmerksame Kauen sollte Sie in demselben Maße begleiten!“

Stichwortartig zähle ich meinen interessierten Zuhörern einige Vorzüge des vollständigen Kauens auf:

„Der Speichelfluss wird angeregt. Das Mundmilieu wird dadurch basisch. Säurebakterien finden keine optimalen Lebensbedingungen in der Mundhöhle mehr. Ihr Gebiss bleibt kariesfrei.

Beim Kauen wird der Zahnhalteapparat physiologisch beansprucht.  Dadurch wird auch der Kieferknochen belastet und trainiert. Der gesamte Zahnhalteapparat wird besser durchblutet und ernährt, die Abbauprodukte entsorgt.

Zahnfleischerkrankungen treten viel seltener auf! Eigene Zähne bis ins hohe Alter zu behalten ist Normalität, nicht eine Seltenheit. Der Bedarf an Kronen, Brücken oder Prothesen sinkt dramatisch!

Ist das nicht ein guter Weg, den uns die Natur vorlebt? Und Geldbeutel -schonend soll er auch sein! “

Nach diesem kurzen Bericht bleibt den meisten Patienten ein Kommentar im Hals stecken, seufzen nur mit glänzenden Augen:

„Warum hat mir das vorher keiner ausdrücklich erklärt?“

 

Planst du schon lange praktische Schritte für deine Gesundheit zu unternehmen?

Willst du  liebgewonnene Essgewohnheiten beibehalten, aber dich dennoch gesund verhalten?

Dann bist du bei unserem Kaukurs richtig!

Unsere Workshops und Seminare vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse, welche erlauben deine Kauaktivität unter die Lupe zu nehmen und zu optimieren.

 

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Nahrungsumstellung und mögliche Folgen

07. November

Wie stark, gesund und leistungsfähig Dein Organismus ist, hängt vom Umfeld in dem Du lebst, aber auch von den persönlichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ab. Dein Körper bleibt gesund und behält lange seine Lebenskraft wenn Du jede Nahrung aufmerksam auswählst, sie genüsslich aufnimmst und bewusst vollständig kaust bevor du sie schluckst.

Dein Ziel ist ja, den Körper mit lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen und nicht zu überlasten. Auf diese Weise bleibt er gesund und Du behältst einen klaren Geist.
Immer mehr Menschen sind bestrebt, dem Körper eine ausgewogene Ernährung zuzuführen.

Gemüse, Salate und Obst kommen vermehrt auf den Speiseplan. Bewusst wird immer öfter auf Lebensmittel, die den Organismus belasten könnten, wie z. B. Fleisch- und Fischprodukte, Käse, Süssigkeiten verzichtet. In großen Mengen konsumiert, tragen diese zur Übersäuerung des Körpers bei. Das gesamte Wohlbefinden wird dadurch beeinträchtigt.

Ein Beispiel aus meiner langjährigen Praxis kann helfen, komplexe Vorgänge im Organismus besser zu verstehen.

Der Fall einer Patientin, nennen wir sie Frau Simone Wolters, ist mir besonders im Sinn geblieben. Sie war eine gepflegte Person Mitte vierzig, die regelmäßig zu den zahnärztlichen Untersuchungen kam. Ihr Gebisszustand war dem Alter entsprechend gut, Zahnstein wurde zwei Mal im Jahr entfernt. Ab und zu gab es eine Füllung zu erneuern, Gingiva (Zahnfleisch) sowie Parodontium (Zahnhalteapparat) konnte man als unauffällig bezeichnen.
Doch scheinbar plötzlich und ohne sichtbare Ursache hatten sich Zahnschmerzen und ein ungutes Gefühl in der Mundhöhle breitgemacht. Beim Zähneputzen bemerkte sie in letzter Zeit, dass ihr Zahnfleisch blutet.
” Besonders hier rechts stimmt was nicht.”
Sie legt ihre rechte Hand auf die Wange.
Bei der Untersuchung fällt eine kleine Zahnfleischtasche beim sechsten Zahn im Unterkiefer auf. Auch im Oberkiefer war das Zahnfleisch geschwollen und an mehreren Stellen stark gerötet. Eine Karies konnte nicht diagnostiziert werden. Die großen Kaumuskeln waren verspannt, der Biss war gestört.

Nach eingehender Befragung berichtete Frau Wolters folgendes:
Seit einigen Monaten habe ich meine Nahrung umgestellt und ernähre mich strikt vegetarisch. Zusammen mit einer befreundeten Familie haben wir uns entschlossen, mein Mann und ich, auf Fleisch gänzlich zu verzichten. Das hat unsere Lebensqualität eingehend verändert. Wir alle sind leistungsfähiger und verfügen über viel mehr Energie.

Ich persönlich spüre und habe das untrügliche Gefühl, dass mein Körper gerade entgiftet. So als ob alle schlechte Energie aus meinem Körper rausfließt. Wenn ich morgens aufwache, muss ich immer an meine Zähne denken.

Bei einer Essensumstellung kann es vorkommen, dass eine sogenannte “Erstverschlimmerung” auftritt.

Ein übersäuerter Organismus hat die Tendenz, die angesammelten Schlacken so schnell wie möglich zu eliminieren.

Das geschieht gewöhnlich über die Nieren und Lungen. Öfters auch über die Schleimhäute und das Zahnfleisch bildet da keine Ausnahme.

Daraufhin habe ich der Patientin empfohlen, auf jeden Fall den Hausarzt aufzusuchen um das Vorhandensein einer Allgemeinerkrankung auszuschließen.
In akuten Fällen wie dieser ist eine besonders – aufmerksame Mundhygiene zu empfehlen. Stress sollte auch vermieden werden. Spezielle Übungen können helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen. Das unkontrollierte Zusammenbeißen der Zahnreihen kann so verhindert werden.

Bei Frau Wolters hat der Hausarzt keine auffälligen Erkrankungen festgestellt.
Die Therapie bestand u.a in Behandlung der Zahnfleischentzündung, Kontrolle des Bisses und der Kaumuskulatur. Der Zahnfleischbehandlung folgte eine situationsbezogene Mundhygieneaufklärung und -demonstration. Eine Aufbissschiene wurde angefertigt.

Frau Wolters wurde u.a. auch folgende zusätzliche Therapieempfehlung angeboten:
– Spülungen mit Propolistinktur (abends, vor dem zu Bett gehen 10 Tropfen in ein halbes Glas Wasser geben und damit fünf Minuten die Mundhöhle spülen; das sechs Tage lang). Frau Wolters war gegen Propolis nicht allergisch.
– Nach sechs Tagen erfolgte eine erneute anamnestische Befragung, wonach ein homöopathisches Mittel verschrieben wurde, um die Entgiftung des Organismus zu unterstützen.
Übungen zur Entspannung der Kaumuskulatur und Anleitungen zum bewussten Kauen wurden demonstriert und verschrieben.

Frau Simone Wolters Organismus hat sehr heftig auf die Essensumstellung reagiert.
Nicht jeder “Essensumsteller” reagiert auf diese Art und Weise.

Ihr Organismus hätte sicher milder reagiert, wenn sie von Anfang an das WAS (was genau verwende ich als Nahrung) mit dem WIE (wie genau kaue und genieße ich diese Nahrung) verbunden hätte!

 

Allgemein

Und sie funktioniert doch: die natürliche, stressfeie Gewichtsregulierung!

22. Juni

Jeder Mensch hat seine eigene Individualität, sein Körper macht ihn einzigartig, diese Tatsache ist inzwischen den meisten von uns bekannt.

Weniger geläufig könnte manchem von uns folgende Tatsache sein: jeder Körper verarbeitet spezielle Nahrungsteile unterschiedlich. So können z.B. Stoffe, die meinem Organismus besonders gut tun, auf Deinen Organismus keinen Einfluss haben, ja vielleicht ihm mehr oder weniger schaden.

Ein guter Essensverwerter holt aus den Lebensmitteln das Maximum an Energie heraus.

Wie wirst Du zu einem guten Essensverwerter?
Wie kannst Du sicher erfahren, von welchen Nahrungsmitteln Dein Körper maximal profitieren kann? Oder ob Deine Essensgewohnheiten und -Weise Deinem Organismus perfekt zugeschnitten sind?

Indem du jede Nahrung  physiologisch in der Mundhöhle zerkleinerst um sie mit allen Sinnen wahrzunehmen. So kannst Du sie bewusst geschmacklich vollständig entschlüsseln. Und Du kannst  sicherstellen, dass sämtliche Mundorgane alle Nahrungselemente überprüfen. Die Zusammensetzung der Nahrung wird registriert und die Informationen an das Gehirn übertragen. Der Magen und der Darmtrakt, beide werden auf die kommende Nahrung vorbereitet, so dass die Zusammensetzung der Verdauungssäfte stimmig ist. Zusätzliche Arbeit müssen sie in so einem Fall nicht leisten!

Aufmerksame Kauaktivitäten erlauben Dir einen gesunden Dialog mit Deinem Körper einzugehen. Ein tieferes Verständnis für seine Bedürfnisse stellt sich mit Leichtigkeit ein.

Im Laufe kürzester Zeit beschreibt Dein Körper eine spektakuläre Entwicklung: vom “stumpfen Konsumenten” zum “bewussten Verwerter und Genießer”. Denn, als Folge dieses intensiven Kaudialogs erfährst Du immer präziser, welche Grundsubstanzen Dein Körper für seine optimale Entfaltung im Augenblick benötigt. Als direkte Folge wirst Du automatisch zu jenen Lebensmitteln greifen, die fehlende Körpernährstoffe sofort ersetzen. Durch deren Verzehr wird jedes energetische Defizit in kürzester Zeit behoben.

Kauübungen sind ein sicheres Wehikel den Dialog mit dem eigenen Körper aufzunehmen, ihn zu vertiefen und zu inkorporieren.

Diese wiederentdeckte Gewohnheit der aufmerksamen Nahrunszerkleinerung ist der kürzeste Weg zum Wohlbefinden, sowohl physisch wie auch psychisch. Und somit der einfachste und  angenehmste, um im hier und jetzt zu sein.

Als positiven Nebeneffekt der physiologischen Kauaktivität wird sich bald eine stressfreie Gewichtsregulierung einstellen. Bleib neugierig und experimentiere täglich! Der Erfolg wird sich bald einstellen. Sämtliche Diäten werden mit der Zeit überflüssig. Dein Körper bestimmt allein, was er im Augenblick benötigt, um abzunehmen oder um Depots aufzubauen.

Allgemein | Gesundheit

Kaupause

01. April

Für jede körperliche Aktivität stellt die Natur ein Quantum an Energie zur Verfügung. Wird diese Energie nicht verbraucht, so kann sie im Körper umherirren. Wird bei der ungenügenden Nahrungszerkleinerung im Kauprozess nicht die gesamte Kauenergie verbraucht, so kann diese unverbrauchte, umherirrende Energie die vom Mundorgan benötigten Kaupausen beträchtlich beeinflussen. Öfter mit verheerenden Folgen.

Was kann passieren?

In den Kaupausen werden die Zahnreihen unkontrolliert zusammengebissen. Dieser Prozess geschieht gewöhnlich unbewusst und ohne Kontrolle der sensiblen Tastorgane die sich in jedem Zahn befinden.

Hast Du Dich vielleicht irgendwann ertappt, wie Du gedankenverloren Deine Zähne zusammenbeißt, dass möglicherweise die Kiefermuskeln schmerzten? Oder ist Dir bei Freunden oder Bekannten aufgefallen, wie sie manchmal die Zähne so fest zusammen beißen, dass ihre Kaumuskeln sichtbar unter der Gesichtshaut „tanzen“? Dieser meist unbewusste Energieeinsatz in den Kaupausen ist unfruchtbar und destruktiv. Die Resultate können gravierend sein: durch den unkontrollierten Druck erhält der Schmelzmantel der Zähne Risse. Bakterien haben es einfach, den Zahn anzugreifen, was zur Kariesbildung führen kann. Der Zahnhalteapparat wird überbelastet und Schmerzen entstehen. Die Kaumuskeln sind in einem dauernden Krampfzustand. Das alles führt manchmal zu Kopfschmerzen, Beckenschiefstand und Wirbelsäulenbeschwerden.

Iss jeden Bissen bewusst und mit Aufmerksamkeit. Schlucke ihn erst in dem Augenblick, in dem sein Geschmack sich voll entfaltet hat. So hast Du locker die Möglichkeit, dem Stress einen Riegel vorzuschieben und die gesamte Kauenergie naturgemäß einzusetzen. Da benutzt Dein Körper die Kaupausen um die Muskeln zu entspannen. Eventuell auftretender Stress wird erfolgreich abgeleitet. Diese angenehme Zeit kannst Du mit Körper und Seele voll genießen.