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Wie bestimmte Lachyogaübungen gezielt zur Entspannung der Kau- und Gesichtsmuskulatur beitragen

04. April

Seit mehr als 17 Jahren praktiziere ich Lachyoga und das hat mir sehr gut getan. Als ich mich vor einigen Jahren einer Wirbelsäulen- Operation unterziehen musste, war ich sehr glücklich, zahlreiche Lachyoga- Übungen zu kennen, die mir aktiv halfen den Schmerzpegel gering zu halten, um meinen Optimismus und meine gute Laune nicht zu verlieren. Problemlos habe ich damals alles überstanden.

Als ich später mit Mobbing am Arbeitsplatz und als Folge dessen mit Depressionen zu kämpfen hatte, habe ich nach Möglichkeiten Ausschau gehalten, Lachyoga am Stück, über einen längeren Zeitraum zu praktizieren. Ich war mir sicher, dass eine „verlängerte, aber überschaubare Lachyoga- Situation“ hilfreich sein wird, umherschwirrende Gedanken zu zähmen, um auch diese gesundheitliche Herausforderung zu meistern.

Deshalb habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zum zertifizierten Lachyoga- Lehrer (Certified Laughter Yoga Trainer) bei “ Dr. Kataria Shool of Laughter Yoga“ zu besuchen. Zwar hatte ich einige Zeit zuvor einen Wochenendkurs in Berlin bei Dr. Madan Kataria, dem Arzt aus Indien, der Lachyoga erfunden hatte besucht und danach einen Lachclub in Buch am Erlbach, wo ich als Zahnärztin arbeitete, gegründet.

Jetzt aber ergab sich die Möglichkeit, 5 Tage in „Lachenergie“ zu baden, unter der Leitung von Madhuri und Dr. Madan Kataria, was sich wirklich positiv auf meinen gesundheitlichen Zustand ausgewirkt hat.

Durch das erworbene Zertifikat erhielt ich auch die Berechtigung  Lachyoga – Clubleiter auszubilden.

Ab sofort bot sich auch die Möglichkeit an, gezielt auf meine Erfahrungen und Beobachtungen beim Lachen mit Lachyoga- Interessierten hinzuweisen.

Außerdem bin ich als Zahnärztin so auf die Betrachtung des Mundes fixiert, dass meine Blicke beim Lachen permanent in die eine Richtung „rutschen“. So fällt mir auch jetzt immer wieder auf, wie persönlich sich das Lachen, bei unterschiedlichen Menschen körperlich manifestiert: einige öffnen den Mund sperrangelweit, dass das “ zappelnde Zäpfchen“ zu sehen ist. Bei anderen ist der Unterkiefer wie festgeschraubt, sie öffnen beim Lachen kaum den Mund.

Andere wiederum erzählen am Ende der Lachyogaveranstaltung, dass sie so viel gelacht haben, dass der gesamte Mundbereich weh tut.Beide Hände ruhen dabei breitflächig auf den Wangen.

Über die zahlreichen Wirkungen von Lachen auf Körper und Seele im allgemeinen wurde viel geforscht und forschen die Gelotologen weiterhin.

Nirgends oder selten wird die heilende Wirkung vom herzhaften Lachen auf verspannte Kaumuskeln erwähnt, sowie auch auf 

Kiefergelenksproblematiken, Kopf- und Nackenschmerzen, Beckenschiefstand, Schlafstörungen etc. Durch das regelmäßige Praktizieren von Lachyoga werden all diese körperlichen Beschwerden positiv beeinflusst.  

Übersehen die Lachyoga- Spezialisten die natürliche, harmonisierende Wirkung des Lachens auf die Kau- und Gesichtsmuskulatur, so geht ein enormer Teil dessen heilender Wirkung verloren.

Und das wäre schade!

Denn es gibt zahlreiche Zeitgenossen, die unter Kiefergelenk- und Kaumuskel- Problemen leiden. Diese werden oft alleine gelassen, da wenige Zahnarztkollegen diese Zusatzqualifikation aufweisen.

 Deshalb praktizieren wir in unseren Gruppen bewusst auch Lachyoga- Übungen die darauf zielen, spielerisch die Kau- und auch die gesamte Gesichtsmuskulatur zu entspannen.

Dadurch wird die Lebensqualität zahlreicher Mitlachender gewaltig verbessert. Denn verkrampfte Kaumuskeln beherbergen zahlreiche unverarbeitete Emotionen, wie Wut, Angst, Schmerz, Scham. Unübersehbar tritt ein befreiendes seelisches Gleichgewicht öfter bei Lachyoga- Praktizierenden auf, nach der gezielten, bewussten Entspannung der Kaumuskulatur.

Übungen wie: „den Unterkiefer lockern“, „die Muskeln Masseter und Temporalis mit Lachenergie füllen“, “ das gebremste Lachen“ etc. sind einige Beispiele die erlauben, gezielt, bewusst und spielerisch die Kaumuskulatur zu entspannen.

In Berlin bieten wir regelmäßig Workshops und und Wochenend- Seminare an, die gerade diese Themen beleuchten.

Sie richten sich an:

– Interessenten, die nach einfachen, unterstützenden Methoden suchen, das Kiefergelenk in Gleichgewicht zu bringen, Kau- Gesichts- Nackenmuskeln zu entspannen, Kopfschmerzen abzubauen;

– Zeitgenossen, die eine harmonische Kauaktivität  erreichen möchten, z.B. vor einer Nahrungsumstellung, nach einer Fastenkur, bei  Gewichtskontroll- Management usw;

Lachyogalehrer, die ihr Lachyoga- Übungs- Repertoire erweitern und ergänzen möchten;

-an alle Lachyoga interessierten Menschen, die auch diese wirkungsvollen, vielversprechenden Lach- und Entspannungsübungen ausprobieren möchten;

– an Therapeuten, Ernährungsberater und an alle Interessenten, die eine effiziente Methode erlernen möchten, die in kürzester Zeit die Kaumuskulatur energetisch entspannt und das Kiefergelenk in harmonischer Balance bringt: RESET (Rafferty Energie System zur Entlastung des TGM-Kiefergelenks). Bei erfolgreicher Teilnahme am Wochenend- Seminar wird ein Zertifikat ausgestellt.

Entspannte Kiefermuskeln und Lachyoga gehören zusammen und sollten einfach unzertrennlich sein!

Sie sind alle herzlich eingeladen, dabei zu sein. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Rubrik Seminare und Workshops

 

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Eine clevere Kaumethode – „Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik“

25. März

Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik hat als Ziel die Schulung körpereigener Wahrnehmungen.

Es ist eine bewusste Kautechnik, bei der gelehrt wird, im Rahmen der täglichen Essensaktivität vermehrt im Zustand des aufmerksamen Kauens zu verweilen, bevor der Schluckvorgang beginnt. Jeder Bissen wird in der Mundhöhle mit neugieriger Aufmerksamkeit aufgenommen, von sämtlichen Mundorganen physiologisch verabeitet, um ihn bewusst nur in verflüssigtem Zustand für das Schlucken freizugeben. Der Körper profitiert maximal von der aufgenommenen Nahrung.

Diese Art zu Kauen ist heutzutage nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Die Prinzipien dieser Kautechnik:
1) Essgewohnheiten erstmal beibehalten doch jeden Bissen bewusst kauen.

2) Kautraining mit Hilfe von Kauübungen zu praktizieren, um:

  •    anfängliche bewusste Kauschwierigkeiten zu überbrücken,
  •    aktive Kau – Aufmerksamkeit und -Präsenz zu erwerben,
  •    schrittweise das Körperempfinden zu steigern, und die  Verdauungsorgane zu entlasten,
  •    den Zugang zur inneren Stimme und Mitte  zu ebnen, 
  •    persönliche Orientierung im Angebotsüberfluss von Lebensmittel zu erwerben,
  •    vermehrt Nahrungsmittel zu verzehren, die Wirkstoffe enthalten, welche dem Körper fehlen und die ihn  energetisch aufbauen.
  •    verschüttete Instinkte zu erwecken, welche eine stressfreie  Essensumstellung unterstützen.

3) Ein Kautagebuch zu führen, um den Prozess wiederholend zu aktivieren. Sämtliche Kauaktivitäten, Gedanken, Emotionen werden festgehalten ( z.B. aus welchem Impuls heraus du gerade jetzt diese Speise ißt). Körperempfindungen, Gefühle, Eindrücke, Beobachtungen, Stolpersteine werden hier aufgezeichnet, um diesen Selbsterfahrungsweg bewusst nachvollziehen zu können. Individuelle Entwicklungen und Veränderungen sind so angenehm überschaubar.

4) Üben in einer Kaugruppe unter Anleitung eines Kauberaters.

Was bewirkt das?

        – das Üben in einer Gruppe trägt erheblich zur Steigerung der inneren emotionalen Sicherheit bei;

        – ein geschützter Raum wird aufgebaut,

       – sowie eine Atmosphäre der Akzeptanz, die animiert, erstmal mit aktuellen Kaugewohnheiten Freundschaft zu  schließen;

       – spezielle  Kauübungen werden ausgewählt, die Übungszeit wird abgesteckt,

      – der Alltagsstress wird abgebaut,

      – der Umlernprozess erfolgt leichter und ist tiefgreifender, wenn ein Berater begleitend zur Seite steht.

5) Gedankliche Wiederholung gelungener Kauaktivitäten.

Die physiologische Kauweise ersetzt das dominante Kaumuster viel schneller, wenn eine ideale Kauaktivität auch meditativ geübt wird. Das aktiviert und festigt neue Gehirnareale.

Die „entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik“ ist ein einfaches aber effizientes Werkzeug, mit deren Hilfe erworbenes Wissen in Praxiserfahrung umgewandelt wird.

 

 

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Eine clevere Kaumethode – „Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik“ Teil 2

28. Februar

Das Üben nach den ganzheitlichen Prinzipien  der entgegengesetzten Zwiebelschalentechnik führt zu einer Harmonisierung  mechanischer Kauabläufe. Sensorik und Motorik können auf diese Weise erfolgreich gekoppelt werden.


Kauübungen sind wertvolle Werkzeuge die ermöglichen, erneut Freundschaft mit Ihrem Körper zu schließen.

Mit Hilfe von Kauübungen wird das Vermögen geschult:

– die Wirkung der aufgenommenen Nahrung auf unsere Sinne bewusst wahrzunehmen,

– die Antwort unseres Körpers über körpereigene Signale zu erfassen und

diese Signale korrekt zu deuten.

Der Körper wird auf diese Weise sensibilisiert sowie trainiert, gewohnheitsmäßig bestimmt jene nährstoffbeladenen Lebensmittel zu sich zu nehmen, die ihm augenblicklich fehlen und die ihm die meiste Energie bieten. Als unmittelbare Konsequenz wird der innere Kern direkt gestärkt, seine ständige, erfolgreiche Zentrierung und Stabilisierung kann bei jeder Nahrungsaufnahme erfolgen.

Die entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik  kann als Umkehrung der yogischen Zwiebelschalentechnik verstanden werden. Diese besagt, dass “der Mensch, spirituell gesehen wie eine Zwiebel aufgebaut ist“. Schale um Schale müssen die Verspannungen von außen nach innen abgelöst werden. Bis der innere Kern freigelegt ist. Dann entsteht dauerhaftes inneres Glück. (Zitiert frei nach: http://de.wikibooks.org/wiki/)

Bei den alten Chinesen ist der innere Kern als vibrierende Harmonie von Mensch, Erde und Himmel wahrzunehmen und wird “drei Schätze” genannt.

Als inneren Kern wird auch ein Urzustand bezeichnet, in dem wir mit der Quelle unserer Lebenskraft, Liebe und Freiheit in Verbindung stehen und der Gesundheitszustand intakt ist .

Doch oft liegt dieser innere Kern in so weiter Ferne, dass er in einem Leben nicht erreicht werden kann. Zur Erlangung des dauerhaften inneren Glücks wird dann ein zweites oder ein drittes Leben benötigt.

 

Dahingegen steht bei der entgesetzten Zwiebelschalentechnik der direkte und somit kürzere Weg zum inneren Kern und zum Wohlbefinden, über das “bewusste, achtsame Kauen” im Fokus. Das ist offensichtlich eine einfache, vielleicht etwas zeitintensivere  Möglichkeit  mit sich selbst in Kontakt zu kommen, die jedem jederzeit kostenlos zur Verfügung steht. Sie intensiviert die Kontaktaufnahme mit inneren Ressourcen, ist quasi eine “Abkürzung” um mit seinem Körper bewusst in Kontakt zu kommen. Mit der Konsequenz:den inneren Kern zu spüren und stärken, sowie aus der ursprünglichen Kraft zu schöpfen.

So haben wir tatsächlich eine  wertvolle harmonische Gesundheitsressource jederzeit zur Verfügung. Durch das wiederholte Verweilen im Zustand des aufmerksamen, bewussten Kauens jedes Bissens wird die gesamte Verdauungsarbeit reguliert, optimiert, die Körpermitte direkt gestärkt und gesundet.

Die Entgegengesetzte Zwiebelschalentechnik ist die explizite Kautechnik um Gefühle von Appetit, Hunger, Sättigung bewusst zu empfinden und eigenständig zu definieren.

Die Überflussgesellschaft erlaubt uns auch dann zu essen, wenn wir kein echtes Hungergefühl wahrnehmen. So dass wir oft Hunger mit Appetit verwechseln, ohne es zu bemerken.

Ein echter Yogi, auf dem Weg zur inneren Harmonie betrachtet seinen Körper als “Sitz des Geistes” und nimmt seine Mahlzeiten mit bewusster Aufmerksamkeit, um diesen gesund zu erhalten.

Im Verdauungsprozess transformiert der menschliche Körper die Nahrung in ihre Bestandteile, welche dann als Nährstoffe über die Blutbahn bis in die kleinsten Körperzellen gelangen. Auf diese Weise wird jede Körperzelle ernährt und mit Energie versorgt.

Aufmerksames Kauen entlastet ihn auch aus dem Grund, da vermehrt Speichel benötigt wird um jeden Bissen gründlich zu bearbeiten. Dadurch nimmt er weniger Nahrung auf. Gene im menschlichen Körper sind schlau und haben im Laufe der Evolution ein Programm für Nahrungsmangel aufgezeichnet. Wie lange wird es dauern, bis sie ein adäquates Programm für “Nahrungsüberfluss” entwickeln werden?

Durch bewusstes Kauen wird ein “Überfressen” ausgeschlossen, Gefühle von Hunger, Appetit, Sattheit können leicht erkannt und zugelassen werden.

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Stressfrei kauen und genießen

18. August

Zahnschmerzen können öfter psychisch und nicht organisch bedingt sein. In solchen Fällen ist der Befund meistens unauffällig, die vorhandenen Zähne gesund, die Schleimhaut physiologisch also gut durchblutet.

Doch bei einer nicht geringen Anzahl dieser Patienten kann, als Folge von Stress eine verspannte Kaumuskulatur diagnostiziert werden, dass sie unbewusst versuchen, „die Zähne zusammenzubeißen“ oder sich durch unterschiedliche Probleme „durchzubeißen“.

Dann wird der Muskelschmerz oft auf die Zähne projiziert.

Um auf stressgeplagte Patienten besser eingehen zu können, habe ich eine Ausbildung in zahnärztlicher Hypnose absolviert.

„Jede Hypnose ist eigentlich eine Selbsthypnose, so sind persönliche Veränderungen während der Weiterbildung inhärent“. Und: „Die Problematiken, die Patienten ab sofort zur Behandlung mitbringen, werden sich grundlegend ändern!“ Das wurde uns zu Beginn der Weiterbildung prognostiziert.

Wie wahr diese Behauptung war, kann ich an einem Beispiel erörtern. Denn, ab dem Augenblick an dem ich die Ausbildung in Stuttgart begonnen habe, wurde ich mit neuen Situationen in der Praxis konfrontiert.
Stressgeplagte Patienten mit Myoarthropathien, Kiefergelenksbeschwerden, Zahnfleischerkrankungen sowie psychischen Problemen begannen sich vermehrt vorzustellen. Manche scheuten es nicht, einen langen Weg von bis zu 30 km in Kauf zu nehmen, nur um sich in unserer Praxis behandeln zu lassen.

So kam auch eine Frau P. (58 J.) zusammen mit ihrem Mann in unsere Praxis, um uns erstmal ihre gesamte Leidensgeschichte zu erzählen. Sie beschrieb präzise und mit Nachdruck ihre Odysse, die jetzt über fünf Jahre lang andauerte, und die sie von Zahnarzt zu Zahnarzt geführt hatte. Leider, erzählte sie weiter, war keine der von ihnen hergestellten Prothesen funktionstüchtig sondern wackelig, also zum Kauen, Sprechen und Wohlfühlen nicht geeignet. Öfters wird sie auch von heftigen Magenschmerzen geplagt, der Arzt konnte aber nichts Auffälliges diagnostizieren. Auch brannte der gesamte Mundraum seit dem Eingliedern des Zahnersatzes. Das Kauen damit war mühsam, der Speichelfluss vermehrt, die Patientin musste ständig schlucken.

Ihr Mann, der sie mit heftigem Kopfnicken während der gesamten Darbietung liebevoll unterstützte, holte aus einer Seitentasche seiner modern geschnittenen, braunen Lederjacke eine Plastiktüte hervor. Hier bewahrte er die Prothesen, mit denen seine unglückliche Frau nicht zurecht kam, auf.

“ Sie sind alle unbrauchbar!“ flüsterte er und machte eine grauenhafte Grimasse.

Körperliche und seelische Veränderungen im Leben, wie vorzeitiger Zahnverlust, familiäre Probleme sind Herausforderungen, die die betroffenen Patienten zwingen auf zahlreiche, liebgewonnene Routinen und Gewohnheiten zu verzichten. Sie müssen sich mit neuen Situationen so angenehm wie möglich arrangieren. Kommt Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz noch hinzu, wird das gesamte Befinden zusätzlich beeinträchtigt.

So kann der Weg zur vollständigen Akzeptanz einer prothetischen Versorgung durch den Körper bei manchen Patienten lang, spannend aber auch voller Leid und Tücken sein.

Die Meisten kommen nach einer bestimmten Gewöhnungsphase mit dem vom Zahnarzt eingegliederten „Fremdkörper“ zurecht.

Solche Patienten verfügen über genügend energetische Ressourcen um den Zahnersatz dann quasi als „körpereigenes Gebilde“ zu akzeptieren und als solches zu integrieren.

Die o.g. Patientin wurde erstmal zum Hausarzt überwiesen, um das Vorhandensein einer systemischen Erkrankung auszuschließen. Nach dem Ausschluss wurde eine ausführliche Anamnese durchgeführt. So hat sich u.a. herausgestellt, dass sie aus Kasachstan stammte, seit 10 Jahren mit ihrem Mann, dem Sohn, dessen Frau und zwei Enkelkinder zusammen in Deutschland lebte. Sie vermisste ihr liebes Haus und den großen Garten aus der alten Heimat, sowie ihre Tochter und Enkel, die in Kasachstan geblieben waren.

Sie wurde mit Hypnose behandelt. Mit dem Ziel, ihre biografische Erfahrung als kräftigende Ressource zu erarbeiten um ihren persönlichen Blick auf die gesamte Situation zu verändern. Die Prothese wurde dem aktuellen Befund angepasst. Mit homöopathischer Begleitbehandlung, unendlicher Geduld und der aktiven Unterstützung ihrer Familie hat Frau P. schließlich gelernt, den „Fremdkörper“ zu akzeptieren. Kauübungen unterstützten die Intergration, so konnte sie ihre Lieblingsspeisen erneut schmecken und genießen!

Bei speziellen, nicht alltäglichen Symptomatiken im Mundbereich, wie auch bei Kaumuskelbeschwerden, Geschmacksveränderungen nach Eingliederung von Kronen oder Brücken, Kau- und Verdauungsproblematiken, bei vermehrtem Stress u.s.w. sollte man einen Zahnarzt aufsuchen, der über weitgehende Erfahrungen mit entsprechenden Beschwerden verfügt.